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Die Falle - Kriminalthriller (20.02.-03.04.2011)

Zum Autor:

Robert Thomas, geb. 1927 in Gap (Südfrankreich) gest. 1989 in Paris Schriftsteller und Regisseur. Bekanntheit erlangte er durch diverse Theaterstücke wie "8 Frauen" oder "La bonne soupe". Sein berühmtestes Stück ist aber "Die Falle" (Piège pour un homme seul), das 1960 am Pariser Theater Bouffes-Parisiens seine Uraufführung hatte und regelrecht für Furore sorgte. Thomas war auch als Regisseur und Schauspieler tätig. In Frankreich gilt er aufgrund seiner genial erzählten und genresicher umgesetzten Arbeiten als eine Art "französischer Hitchcock".

 

Das Stück:
Frankreich 1959: ein Chalet in den Bergen bei Chamonix scheint wie geschaffen für romantische Stunden des frisch vermählten Ehepaars Elisabeth und Daniel Corban. Doch nach einer Krise und mehreren heftigen Streits verlässt Elisabeth ihren Mann - und bleibt verschwunden. Daniel gibt eine Vermisstenanzeige auf, doch die polizeilichen Ermittlungen bleiben ergebnislos.

Nach zehn Tagen taucht ein Priester aus einem Nachbardorf auf - und mit ihm reumütig die verschollene Gattin. Doch Daniel ist geschockt: Diese Frau ist nicht seine Frau! Verzweifelt versucht er, Kommissar Toulon und dessen Assistenten Masolle von der Falschheit der Gattin zu überzeugen - doch die benimmt sich völlig souverän und lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie wirklich Elisabeth Corban ist. Wird man nun ihr oder ihm Glauben schenken? Leidet Daniel an einer geheimnisvollen psychischen Erkrankung? Oder ist er Opfer einer verbrecherischen Intrige? Ein ebenso spannendes wie perfides Spiel um Macht und Ohnmacht beginnt jetzt und lässt den Zuschauer nicht mehr los...

Bei der Uraufführung in Paris wurde das Stück vom Publikum begeistert gefeiert. Es hielt sich in seiner Urfassung über zwölf Jahre am Theatre Bouffens Parisiens und wird mit Unterbrechungen bis heute dort gespielt. Mittlerweile ist "Die Falle" ein in zahlreiche Sprachen übersetzter Klassiker und gehört an vielen internationalen Bühnen zum festen Repertoire.

Der Regisseur Alfred Hitchcock war derart angetan von dem Stoff, dass er sich frühzeitig die Verfilmungsrechte an "Die Falle" gesichert hatte. Wegen Meinungsverschiedenheiten mit seiner damaligen Filmgesellschaft Universum kam es jedoch vor Hitchcocks Tod nicht mehr zu einer Realisierung des Projekts.

Der kleine Muck - Märchen für Kinder und Erwachsene (16.01.-28.02.2010)

Bildergalerie zu "Der kleine Muck"

Märchen für Kinder und Erwachsene

Der Muck ist ein unglücklicher kleiner Mann (fast noch ein Kind), der wegen seiner Verunstaltung von den anderen Kindern seiner Heimatstadt gehänselt wird. Auf den Rat eines guten Freundes (ein Hund namens Hadschi Hassan Ben Wuff) verlässt er die Stadt und sucht dort sein Auskommen, wo ihm "das Kleine zum Großen" werden kann.

Zunächst bei Frau Ahavzi in Arbeit und Brot, versorgt er die Katzen dieser etwas merkwürdigen alten Dame, die ihm jedoch übel mitspielen und hinterlistig seine Qualen fortsetzen. Da ihn auch seine Dienstherrin nicht anständig behandelt und entlohnt, nimmt er nach einigen Wochen Reißaus und als Entlohnung für seine Arbeit zwei Zaubergegenstände aus dem Besitz der Frau Ahavzi mit: Pantoffeln, mit denen man schneller als jeder andere irgendwo hin gelangen kann sowie einen Stück, der nach Art der Wünschelrute vergrabene Schätze aufzufinden weiß. Mit diesen Gegenständen will er Oberleibläufer des Sultan von Bagdad werden und hofft dort, sein Glück zu machen.

Auf dem Weg nach Bagdad entdecken er und sein Freund in einer Wüstenoase Zauberfeigen, deren eine Art eine lange Nase und Eselsohren wachsen lässt, während die andere Art diese wieder zum Verschwinden bringt.

Am Palast des Sultans gelingt dem kleinen Muck durch seine Zauberpantoffel tatsächlich die Stelle als Leibläufer zu bekommen. Da sein Stöckchen aber auch den aus der Schatzkammer entwendeten und im Garten vergrabenen Staatsschatz entdeckt, macht er sich den intriganten Wesir und seine Helfer zu Feinden, die ihn alsbald in eine Falle locken und ihm den Diebstahl des Schatzes unterschieben. Notgedrungen offenbart der Muck dem Sultan, wie er den Schatz tatsächlich gefunden hat und den Grund seiner Schnelligkeit. Der lässt ihm dann zwar sein Leben, verbannt ihn aber aus seinem Land und behält die Zaubergegenstände für sich.

Mit Hilfe der Zauberfeigen kann der Muck sich rächen, den Wesir und seine Helfer entlarven, die Gunst des Sultans wieder gewinnen und endlich selbst Wesir werden.

Zeugin der Anklage (21.-29.03.2009)

Adaption der gleichnamigen Kriminal-Kurzgeschichte von Agatha Christie in Anlehnung an Billy Wilders Filmfassung "Witness for the prosecution" (USA 1957)

England 1952: Der berühmte Londoner Staranwalt Sir Wilfrid Robarts ist von einer Herzattacke so weit genesen, dass er unter der Obhut der Krankenschwester Miss Plimsey vom Krankenhaus nach Hause entlassen wird. Da sucht ihn sein befreundeter Kollege Mayhew auf, der für seinen Mandanten Leonard Vole einen Staranwalt sucht.

Vole wird verdächtigt, die reiche Witwe Emiliy French ermordet zu haben. Diese soll ihm ein großes Vermögen vermacht haben. Da kommt Voles Ehefrau Christine, eine deutsche Schauspielerin, die er bei Kriegsende als Besatzungssoldat im ausgebombten Hamburg kennengelernt hat, ins Spiel. Sie ist bereit, die Angaben ihres Mannes zu bestätigen, aber Sir Wilfrid verzichtet auf ihre Zeugenaussage, denn einer Ehefrau, die ihren mann entlastet, würde man ohnehin nicht glauben.

Umso verblüffter ist er, dass sie vor Gericht völlig unerwartet als Zeugin der Anklage auftritt.

Es stellt sich heraus, dass die Deutsche gar nicht rechtmäßig mit Leonard Vole verheiratet ist. Sie nennt sich jetzt Christine Helm und beschwört, dass er am Tatabend später als von ihm selbst angegeben nach Hause gekommen sei, ein blutbeflecktes Jackett getragen und ihr den Mord gestanden habe.

Als der Staatsanwalt vor Gericht behauptet, die Schuld des Angeklagten sei somit erwiesen, ruft Sir Wilfrid noch einmal Christine Helm in den Zeugenstand...

Das hochspannende und genial aufgebaute Stück entstand auf der Basis der Agatha-Christie-Kriminalgeschichte "Zeugin der Anklage" und hatte 1953 im Winter Garden Theatre in London Uraufführung. 1957 verfilmte US-Regisseur Billy Wilder den Stoff unter dem Titel "Witness for the prosecution" in Starbesetzung. Legendär dabei Charles Laughton als Sir Wilfrid, Marlene Dietrich als Christine Vole und Tyrone Power als Leonard Vole. Aus heutiger Sicht ist auch der historische Bezug auf die Situation nach dem 2. Weltkrieg interessant: Entwurzelung, Neuanfang, Gefühl contra Ratio und nationale (Vor-)Urteile spielen teils keine geringe Rolle. Da sich weder der Originalroman noch die Verfilmung als Bühnenstück eignen, haben Alexa und Alex Dorow das vorliegende Drehbuch in Anlehnung an beide Quellen im Fruhjahr 2008 überarbeitet.

Alle Beteiligten wünschen Ihnen einen spannenden britischen Krimiabend!

Der Zauberer von Oz (20./21.12.2008)

  • Eine Lesung mit musikalischer Begleitung und einigen Überraschungen

 

In diesem Jahr feiert der weltberühmte Film mit Judy Garland sein 70jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wollen wir den Kindern aus Schondorf und Umgebung das zauberhafte Märchen von Dorothy, der Vogelscheuche, dem Löwen und dem Blechmann erzählen, wie viele Abenteuer sie erlebten und welche Gefahren sie überstehen mussten. Es war ein unterhaltsamer Nachmittag für die gesamte Familie.

Wann, Wo:

Der Schondorfer Jedermann (13.-21.10.2007)

Bildergalerie zum Schondorfer Jedermann

Das Theater Schondorf führte im Oktober 2007 anlässlich des 50. Jubiläums der Heilig Kreuz Kirche in eben derselben den "Schondorfer Jedermann" von Erwin Ulrich unter der Regie des Autors auf. Die Vorstellungen dieses Mysterienspiels standen unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Dr. Thomas Goppel und wurden vom Bayerischen Kulturfonds gefördert.

Das Stück basiert nicht auf der dramatischen Vorlage Hugo von Hoffmansthals, sondern auf der fast vergessenen von Hans Sachs' "Comedi vom Sterben des reichen Menschen, Hecastus genannt". Diese Fassung wurde von Herrn Ulrich in hochdeutsche Prosa übersetzt und mit einigen zusätzlichen Elementen angereichert. Den Besucher erwarten also keine Knittel-Verse, sondern Prosafassungen mit dramatischen Ergänzungen.

Arsen und Spitzenhäubchen (20.-28.01.2007)

"Arsen und Spitzenhäubchen" gehört zu den Klassikern des schwarzen Bühnenhumors. Der US- Autor Joseph Otto Kesselring, als Sohn deutscher Einwanderer 1902 in New York geboren, schrieb das Stück 1939 und wurde damit nach vielen vorherigen erfolglosen Veröffentlichungen schlagartig berühmt. Über Jahre war das Stück ein absoluter Renner am Broadway. Dem Hollywood-Regisseur Frank Capra gelang es 1944, den grandiosen Bühnenerfolg auf der Leinwand mit Cary Grant, Josephine Hull und Jean Adair zu wiederholen. Bis heute gilt "Arsen und Spitzenhäubchen" als brillante Vorlage für viele Theater und Kriminalbühnen weltweit.

Die Geschichte

Der Theaterkritiker Mortimer Brewster, bekannt als eingeschworener Gegner der Ehe, hat gerade vor dem Liebreiz der jungen Pfarrerstochter Elaine Harper kapituliert. Die beiden wollen nach beschlossener Trauung in die Flitterwochen starten, als Mortimer, der zum Teil noch bei seinen reizenden alten Tanten Abby und Martha Brewster wohnt, bei einem Besuch dort fast der Schlag trifft. In einer Truhe im Wohnzimmer der alten Damen entdeckt er die Leiche eines älteren Herrn.

Abby und Martha erschüttert dies im Gegensatz zu ihrem Neffen überhaupt nicht. Sie erweisen sich in der Folge als Damen mit einer ausgesprochen mörderischen Auffassung von Nächstenliebe, der sie mit vergiftetem Holunderwein nachdrücklich zur Durchsetzung verhelfen. Während Teddy, der persönlichkeitsgestörte kleine Bruder Mortimers, der sich für Präsident Roosevelt hält und die Nachbarschaft bevorzugt nachts mit Trompetenstößen terrorisiert, im Keller fleißig Schleusen für den Panama-Kanal aushebt, platzt zu allem Überfluss auch noch der jahrelang verschollene zweite Bruder Mortimers, Johnny, samt seiner zwielichtigen Entourage ins Haus.

Jetzt beginnt ein turbulentes Wettrennen gegen die Zeit für Mortimer; denn er will einerseits seine Tanten vor dem Zugriff des Gesetzes retten, andererseits seinen sinistren und vor nichts zurückschreckenden Bruder Johnny loswerden, der es zu allem Überfluss auch noch auf Mortimer selbst abgesehen hat. Und seine zunehmend verwirrte Verlobte Elaine macht ihm die Sache ebensowenig leichter wie der verhinderte Schriftsteller in Polizeidiensten O'Hara, dessen Begeisterung für das eigene Oeuvre Mortimer am Ende fast das Leben kostet.

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